Otto Ubbelohde
Otto Ubbelohde (1867 – 1922) war ein Maler, Radierer und Illustrator. Bis heute anhaltende Berühmtheit erlangte er durch seine Illustrationen zu den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm, die bis heute Besucher aus der ganzen Welt nach Marburg und ins Lahntal locken, wo einige der von Ubbelohde genutzten Motive bis heute zu sehen sind.
Ubbelohde wurde in Marburg geboren und wuchs auf im Haus seiner Familie in der Elisabethstraße. Er besuchte das Gymnasium Philippinum bis zum Abitur und ging dann zum Kunststudium nach Weimar und später nach München. Er hatte Kontakt zu den in dieser Zeit entstehenden Künstlerkolonien in Dachau bei München und in Worpswede bei Bremen, aus denen Maler wie Max Liebermann, Emil Nolde oder Heinrich Vogeler hervorgingen.
Ab 1900 wohnte er mit seiner Frau in dem neu erbauten Wohn- und Atelierhaus in Goßfelden bei Marburg, dort befindet sich heute das Ubbelohde-Museum.
Auch nach seinen Erfolgen als Künstler blieb Ubbelohde seiner alten Schule verbunden: Er übernahm die künstlerische Gestaltung der Gedenktafel, die 1919 zu Ehren der im Ersten Weltkrieg gefallenen Schüler des Gymnasium Philippinum gestiftet wurde. Diese Tafel hängt heute im Durchgang zwischen dem Kultidrom und dem Naturwissenschaftstrakt.